Wer ist eigentlich Schila?

Und was hat sie nur mit Hannah angestellt? Die bodenständige, coole Hannah soll plötzlich ein Medium geworden sein? Ihre Freunde sind fassungslos und ungläubig lauschen sie der abenteuerlichen Geschichte die ihnen ihre Freundin auftischt. Diese glaubt doch tatsächlich, dass sie eine Standleitung ins Jenseits hat und dass sie dort auch noch mit einer Superfrau verbunden ist, die auf alles eine Antwort hat. Paul ist nicht der einzige, der darauf erst einmal äußerst skeptisch reagiert…   

 

Hannah und ihre Freunde, Paul, Felix, Moni und Henriette, sind eine eingeschworene Gemeinschaft und kennen sich schon seit der Schulzeit. Inzwischen sind sie alle um die vierzig und obwohl sich ihre Wege zwischenzeitlich trennten, haben sie doch den Kontakt stets gehalten. Seit einiger Zeit treffen sie sich wieder regelmäßig in ihrem Münchner Stammlokal und tauschen ihre Erfahrungen aus. Moni und Henriette, zwei völlig unterschiedliche Frauen, sind die besten Freundinnen von Hannah. Monika ist die taffe Singlefrau mit einem Hang zu absurden Lebenshilfekursen. Ihre grotesken Workshop-Abenteuer, wie ihr Experiment mit den Fünf Tibetern das mit einer gebrochenen Nase endete, oder der skurrile Schattentanz mit der nackten Heidelinde, sorgen immer wieder für Heiterkeitsausbrüche bei der Clique.

 

Henriettes Leben gestaltet sich im Vergleich dazu, zermürbend langweilig und ereignislos. Sie lebt mit ihrem Mann, einem toiletteninstallierenden Mittelständler und ihren zwei Kindern auf dem Lande. Gefangen in ihrem hausfraulichen Mikrokosmos trauert sie, zwischen Sockensuche und Mülltrennung, ihren verpassten Chancen nach. Als ihr das Schicksal auch noch eine dritte Schwangerschaft beschert, trägt dies nicht gerade zu ihrer Entspannung bei.

 

Henriettes Tochter Marie ist überraschenderweise die erste der Hannah ihr Geheimnis schließlich anvertraut. Marie ist 16 Jahre alt, unsterblich verliebt und begeistert von der neuen Infoquelle. Mit Schila kann sie, in wunderbar aufschlussreichen Gesprächen, die Sorgen eines Teenagers besprechen.

 

Als sich Hannah endlich dazu entschließt auch ihre anderen Freunde einzuweihen, muss sie besonders mit der massiven Ablehnung Pauls fertig werden. Für Paul ist alles dem nur ein Hauch von Mystik anhaftet, ausgemachter Blödsinn und Volksverdummung. Das berühmte Glas ist bei ihm – bestenfalls – halb leer, das Wetter vorwiegend unangemessen und seine Mitmenschen sind einzig und allein dazu da, ihm sein Leben noch unerfreulicher zu gestalten.

 

Ganz anders Felix, er arbeitet als Arzt im Krankenhaus und ist der geborene Sonnyboy. Ihm gelingt im Grunde alles was er sich vornimmt und durch seine optimistische Lebensfreude verbreitet er stets eine wunderbar positive Stimmung. Erst als er sich unsterblich in seine neue Kollegin verliebt, gerät seine Selbstsicherheit erstmals ins Wanken, denn seine Angebetete fällt ihm erstaunlicherweise nicht sofort in die Arme, wie dies sonst bei seinen Eroberungen der Fall ist, sondern straft ihn erst einmal mit arroganter Nichtachtung. Erst die erotischste Reifenpanne seines Lebens bringt die entscheidende Wende...